Vom Zufallsherz auf dem Weg zum Schwan: Lorenzos 1:1 Latte Art Coaching

Tulpen mit sechs Schichten, eine saubere Rosetta und die ersten richtig guten Versuche für einen Schwan. So sieht Lorenzos Latte Art heute aus. Als er zu mir kam, war das noch anders.

Ein Herz, auf das kein Verlass war

Lorenzo arbeitet als Barista. Ein Herz konnte er giessen, nur nicht zuverlässig. Mal hat es geklappt, mal nicht. Einmal war es zu klein, einmal zu gross, einmal nicht zentriert. Und oft war der Kontrast verschwommen, sodass das Motiv nicht richtig aus der Tasse herausstach.

Vielleicht kennst du das von deiner eigenen Maschine: Du weisst, dass du es kannst. Aber du weisst nie, ob es beim nächsten Cappuccino wieder klappt.

Trainieren, wo der Alltag stattfindet

Lorenzo wollte lieber in einem Coffeeshop üben, an einer Maschine wie bei der Arbeit. Also haben wir uns im Kaffeekranz im Himmelrich in Luzern getroffen.

Erster Termin: zuerst Konstanz, dann die Tulpe

Wir haben mit dem Herz angefangen. Das Ziel war Konstanz und Sicherheit in der Giesstechnik, denn fast jedes weitere Motiv baut darauf auf.

Weil Lorenzo als Barista jeden Tag Milch schäumt, haben wir auch die Temperatur überprüft. Er sollte ein Gefühl dafür bekommen, wann die Milch richtig ist. Wird sie zu heiss, gehen die Proteinstrukturen in der Milch kaputt, und der Milchschaum verliert an Qualität.

Wir haben das Herz wiederholt, bis es mehrmals hintereinander gelungen ist, und die Fehler Schritt für Schritt ausgemerzt. Danach blieb sogar noch Zeit für die Tulpe.

Ein Monat üben, mit Begleitung per WhatsApp

Zwischen den Terminen hat Lorenzo geübt und mir seine Fortschritte per WhatsApp geschickt. Und was da ankam, hat mich jedes Mal gefreut: tolle Herzen, die meisten mit so klarem Kontrast, dass das Motiv richtig hervorsticht. Schöne Tulpen. Und sogar eine richtig gute Rosetta.

Zweiter Termin: Wiggle für Rosetta und Schwan

Herz und Tulpe haben wir kurz überprüft und mit den letzten Handgriffen stabilisiert. Sie sassen, also konnten wir weitergehen: zur Wiggle‑Bewegung, dem gleichmässigen Hin‑ und Herschwenken des Kännchens. Sie ist ein riesiger nächster Schritt, denn mit ihr öffnen sich ganz viele weitere Techniken. Deshalb haben wir alles noch einmal genau angeschaut: die Technik, die Körperhaltung und jedes Detail. Dazu haben wir ein Übungsmuster geübt, eine Art Basis, auf der Lorenzo selbst weiter aufbauen kann.

Perfekt war die Wiggle‑Bewegung noch nicht, und das ist völlig normal. Trotzdem sind wir weitergezogen, denn ich wollte Lorenzo unbedingt noch die Technik und das Know‑how für den Schwan mitgeben. Wir haben die wichtigen Kleinigkeiten angeschaut und seine Giesstechnik genau analysiert. Die Technik hat er jetzt, die ersten Ergebnisse sind schon toll, und der Rest ist nur noch eine Frage der Zeit.

Zum Vergleich: Ich habe mir den Schwan damals selbst erarbeitet und dafür drei Jahre gebraucht. Also: Chapeau, Lorenzo!

Was Lorenzo mitgebracht hat

Ein Coaching gibt dir die Technik. Die Übung und Einstellung liegen bei dir, ich unterstütze dich dabei. Lorenzo hat das wie ein Profi gemacht.

  • Konzentriertes Üben. Feedback hat er sofort umgesetzt. So haben kleine Anpassungen schnell viel bewirkt.

  • Geduld mit den Basics. Herz, Milchtextur, Flow und Kontrolle hat er zuerst sauber aufgebaut. Darauf konnten wir wunderbar weiterarbeiten.

  • Einen guten Umgang mit “Fehlern”. Er war streng mit sich, hat aber gelernt: Jeder Pour ist Feedback für den nächsten, kein Scheitern.

  • Durchhaltewille. Mit Freude, Ehrgeiz und Geduld, auch wenn nicht jeder Pour sofort geklappt hat.

Was Lorenzo jetzt mitnimmt

  • Herz und Tulpe giesst er mit Kontrolle und Konstanz, bis zur Mehrfachtulpe mit sechs Schichten.

  • Die Rosetta und die Wiggle‑Bewegung macht er mit der richtigen Technik.

  • Für den Schwan hat er die Technik und das Know‑how, jetzt gilt es noch feilen bis zum perfekten Schwan.

  • Seine nächsten Ziele stehen schon: bald der Bär und nach dem Schwan der Elefant. Die Techniken dafür kennt er bereits.

Und bei dir?

Wenn du hinter der Maschine stehst und dein Herz noch Glückssache ist, bringt dich ein 1:1 Coaching am direktesten zu mehr Konstanz. Wir trainieren dort, wo es für dich passt: an deiner Maschine oder in einem Coffeeshop. Beim zweiteiligen Coaching hast du dazwischen einen Monat zum Üben und kannst mir deine Fragen und Fotos schicken.


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